Logo der KZV Sachsen-Anhalt und Landeswappen von Sachsen-Anhalt
Hintergrundbild Seitennavigation Oben
  • Probleme mit Umlauten in der XML-Datei

    mehr
  • Frage der Woche:
    Ist die Kassengebühr auch dann zu entrichten, wenn der Patient im Quartal einer laufenden kieferorthopädischen Behandlung das 18. Lebensjahr vollendet?

    mehr
  • Patienten werden informiert, nicht übervorteilt.
    ZÄK und KZV S.-A. weisen Unterstellungen zurück

    mehr
  • Einladung zum Tag der offenen Tür 2012
    - Wir freuen uns auf Sie! -

    mehr
  • Liga der Kariesfreien Sachsen-Anhalts 2012

    mehr
  • Zahnfit zu Olympia mit Conny Waßmuth!

    mehr
  • Zahnarztbewertungsportale kritisch begleiten

    mehr
  • Tausende neuer Arbeitsplätze im Dentalsektor
    Studie zu Wachstums- und Beschäftigungseffekten bis 2030

    mehr
  • Männer sind Vorsorgemuffel, Frauen nutzen zahnärztliches Bonusheft laut Umfrage öfter

    mehr
  • Deutsche schätzen ihren Zahnarzt

    mehr
  • Jeder Zehnte hat große Angst vorm Zahnarztbesuch

    mehr
  • Nachauflage von "Tim und die Schokoteufel"

    Tim und die Schokoteufel
    mehr
  • Video: Gesunde Kinderzähne

    mehr
  • Spendenaufruf der Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte (HDZ)

    mehr
  • Zahl der Zahnextraktionen und Füllungen deutlich zurückgegangen

    mehr
  • Erkennungsmerkmale der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC)

    mehr
  • Faltblatt Rauchen und Mundgesundheit

    mehr
  • KZBV-Patienteninformation zu Früherkennung und Prophylaxe bei Kindern und Jugendlichen

    mehr
  • KZBV und BZÄK stellen Reformkonzept für bessere zahnärztliche Versorgung für Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen vor

    mehr
  • Neue Website zu Parodontitis freigeschaltet

    mehr
  • Zum Sinn und Zweck des Bonusheftes

    mehr
  • Telefonische Erreichbarkeit der KZV S-A

    mehr

Gesunderhaltung der Zähne

Die 10 Regeln zeigen, was Sie heute zur Gesunderhaltung Ihrer Zähne unbedingt beachten sollten. Sie wurden aufgestellt von Referenten aus Wissenschaft und Praxis anläßlich des zahnmedizinischen Präventionskongresses des Bundesministeriums für Gesundheit am 22. April 1998.

  1. Eine sorgfältige Mundhygiene mit fluoridhaltiger Zahnpasta (mindestens zweimal pro Tag) ist die Basis des Erfolgs. Eine korrekte Zahnputztechnik lernt man nicht von selbst, sie muß vielmehr systematisch eingeübt werden. Eltern sollten bei ihren Kindern mindestens bis zum Schulalter die Zähne nachputzen. Aber auch Jugendliche und Erwachsene bedürfen der individuellen Anleitung. Neben einer geeigneten Zahnbürste, die regelmäßig ausgetauscht werden muß, empfiehlt sich ab dem Jugendalter die Verwendung weiterer Hilfsmittel (z. B. Zahnseide und/oder Zahnzwischenraumbürsten), um schwer zugängliche Nischen zu erreichen. Abends nach dem Zähneputzen sollten keine zuckerhaltigen Getränke oder Nahrungsmittel mehr konsumiert werden.
  2. Neugeborene sollten bis zum 2. Lebensjahr eine Kombination von Fluorid und Vitamin D in Tablettenform als kombinierte Karies-Rachitis-Prophylaxe erhalten, sofern sie keine Fertignahrung bekommen, die fluoridhaltig ist bzw. mit fluoridhaltigem Mineralwasser zubereitet wurde.
  3. Vom 3. Lebensjahr an sollte eine lebenslange regelmäßige Kariesprophylaxe mit Fluoriden durch konsequente Verwendung von fluoridiertem Jodsalz erfolgen, wenn keine anderen systemischen Fluoridierungsmaßnahmen (z. B. Tablettenfluoridierung) durchgeführt werden.
  4. Kleinkinder sollen nach dem Durchbruch der ersten Zähne im Rahmen von Früherkennungsuntersuchungen auch zahnmedizinisch untersucht werden. Die zu empfehlenden Verhaltensweisen oder Maßnahmen sollten unter Berücksichtigung des individuellen Erkrankungsrisikos erfolgen.
  5. Vom Schulalter an ist die wöchentliche abendliche Anwendung von Fluoridgelee, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen mit erhöhtem Kariesrisiko, zu empfehlen.
    (Dies sollte erst nach Rücksprache mit dem Hauszahnarzt erfolgen.)
  6. Bei Kindern und Jugendlichen sollten tiefe Fissuren und Grübchen, bevorzugt der bleibenden Backenzähne, durch Versiegelungen vor Karies geschützt werden (Fissurenversiegelung). 
  7. Eine ausgewogene und vielseitige Ernährung kommt nicht nur der Allgemeingesundheit, sondern auch der Mundgesundheit zugute. Fehler in der Ernährung hingegen gefährden die Zähne. So kann es z. B. bereits im Kleinkindesalter durch Dauernuckeln zuckerhaltiger Flüssigkeiten aus Saugerflaschen zu schweren Gebißschäden kommen. Auch im späteren Alter können bestimmte Ernährungsgewohnheiten wie z. B. häufige, in kurzen Abständen erfolgende Einnahmen zucker- und/oder säurehaltiger Speisen und Getränke eine starke Belastung für die Zähne darstellen. Deshalb sollte der häufige, über einen längeren Zeitraum verteilte Verzehr zuckerhaltiger Nahrungsmittel vermieden werden. Der unangemessene Einsatz von Nahrungs- und Genußmitteln kann auch für den Zahnhalteapparat gefährlich werden. So erhöht z. B. starkes Rauchen das Risiko für parodontalen Knochenabbau.
  8. Durch kräftiges Kauen beim Essen wird der Speichelfluß angeregt, wodurch sich das Risiko einer Kariesentstehung verringert. Auch das Kauen von (zuckerfreiem) Kaugummi kann den Speichelfluß fördern, was z. B. dann zu erwägen ist, wenn nach dem Genuß von Zwischenmahlzeiten keine Möglichkeit zum Zähneputzen besteht.
  9. Die Häufigkeit des Zahnarztbesuches richtet sich nach dem Erkrankungsrisiko. Grundsätzlich sollte man zweimal im Jahr zur Kontrolle den Zahnarzt aufsuchen. Frühzeitig erkannte Schäden lassen sich heute unter günstigen Voraussetzungen rückgängig machen (remineralisieren), in ihrer Ausbreitung aufhalten oder im Bedarfsfall sehr zahnsubstanzschonend beheben. Auch parodontale Erkrankungen lassen sich vielfach erfolgreich bekämpfen, wenn man ihre Ursachen (Anlagerung bakterieller Beläge) in einem frühen Stadium durch geeignete Maßnahmen beseitigt.
  10. Kinder und Erwachsene aller Altersstufen profitieren von Vorbeugung vor Karies und parodontalen Erkrankungen. Auch bei Erwachsenen können neben Trainingsprogrammen zur Verbesserung der Mundhygiene risikogerecht vorgenommene Lokalfluoridierungen und weitere Behandlungen angebracht sein. Dazu zählt z. B. die gezielte Senkung der Zahl von Keimen, die für die Mundgesundheit schädlich ist.

Tipp: Darüber hinaus sollten Patienten mit ihrem Zahnarzt abklären, ob im jeweiligen Fall zusätzlich risikoorientierte Maßnahmen empfehlenswert sind.

Letzte Aktualisierung: 25.02.11