Coronavirus - Empfehlungen zum Umgang mit dem Corona-Virus (COVID 19)

Auf dieser Seite finden Sie, die vertragszahnärztlichen Praxen in Sachsen-Anhalt, eine Zusammenstellung von Informationen im Umgang mit dem Coronavirus, Verweise zu aktuellen Regelungen auf Bundes- und Landesebene sowie Hinweise für die Bewältigung des Praxisalltags.

Corona-Hotline der KZV Sachsen-Anhalt

Für sämtliche Fragen, die sich aktuell aus der Corona-Pandemie ergeben, steht unsere Corona-Hotline den Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzten Sachsen-Anhalts telefonisch und per E-Mail zur Verfügung. Sie erreichen uns zu unseren Geschäftszeiten von Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 16:00 Uhr und am Freitag von 8:00 bis 12:00 Uhr.

Telefon 0391 6293-001
E-Mail corona@kzv-lsa.de

 

Abrechnung von PoC-Antigen-Tests

Seit dem 1. Februar 2021 können Sie die Sachkosten für die Durchführung von PoC-Antigen-Tests beim eigenen Praxispersonal sowie die erbrachten Leistungen und ggf. entstandenen Sachkosten im Zuge einer Beauftragung durch die zuständigen Stellen des öffentlichen Gesundheitsdienstes und die von ihnen betriebenen Testzentren per Online-Formular direkt über die KZV LSA abrechnen.

Online-Formular zur Abrechnung von Sachkosten/Leistungen gemäß TestV

 

Informationen für die Zahnarztpraxis

Nachfolgend finden Sie alle Informationen, die im Praxisalltag wichtig sind.

  • aktualisiert am 26.04.2021: Muster-Bescheinigung zum Nachweis eines negativen Testergebnisses
  • aktualisiert am 23.04.2021: Muster-Arbeitgeberbescheinigung zum Nachweis des Bedarfs von Notbetreuung
  • aktualisiert am 15.04.2021: Muster-Arbeitgeberbescheinigung zum Nachweis des Impfanspruchs
  • aktualisiert am 26.03.2021: Sonderregelungen für die Verordnung von Heilmitteln und Krankentransportleistungen verlängert
Coronavirus-Impfverordnung

Laut Information des Pandemiestabs des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt zählen Zahnmediziner:innen und deren Praxispersonal zur Personengruppe mit höchster Priorität im Sinne des § 2 CoronaImpfV und sind entsprechend bereits impfberechtigt.

Der Verordnung entsprechend wurden Impfzentren in Sachsen-Anhalt eingerichtet, die ab dem 11. Januar sukzessive ihre Tätigkeit aufnehmen. Termine zur Impfung in diesen Zentren können in der Regel unter der zentralen Rufnummer 116 117 gebucht werden, sowie online unter www.impfterminservice.de.

 

Priorisierte Gruppen haben als Nachweis für ihre Anspruchsberechtigung zum Impftermin gemäß § 6 Abs. 4 Nr. 2 CoronaImpfV eine Bestätigung ihres Arbeitgebers vorzuweisen. Zum Nachweis der Tätigkeit als Zahnmediziner:in dient der Zahnarztausweis. Eine Muster-Bescheinung für das Praxispersonal steht Ihnen hier zur Verfügung:

 

Weitere Informationen und Hinweise

Informationen rund um die Impfung gegen das Coronavirus in Sachsen-Anhalt

Coronavirus-Impfverordnung vom 31.03.2021

Corona-Testungen durch Vertragszahnärzte

Corona-PoC-Schnelltests beim eigenen Praxispersonal

Vertragszahnärztinnen und -zahnärzten ist es auf Grundlage der Coronavirus-Testverordnung (TestV) erlaubt, PoC-Antigen-Tests beim eigenen Praxispersonal durchzuführen. Voraussetzung ist, dass die Person asymptomatisch ist.

Zu den in der Zahnarztpraxis Tätigen lassen sich laut KZBV und BZÄK neben dem Praxispersonal auch freie Mitarbeiter:innen oder externe Dienstleister:innen (bspw. Reinigungskräfte) zählen, die sich regelmäßig in der Praxis aufhalten. PCR-Tests dürfen nur durch die zuständigen Stellen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes und deren Testzentren sowie durch den ÖGD beauftragte Dritte, Arztpraxen und die von den Kassenärztlichen Vereinigungen betriebenen Testzentren durchgeführt werden.

 

Corona-PoC-Schnelltests bei Patientinnen und Patienten nur im Auftrag des ÖGD

Sofern zuvor eine entsprechende Beauftragung durch die zuständigen Stellen des öffentlichen Gesundheitsdienstes und die von ihnen betriebenen Testzentren ergangen ist, sind für Patientinnen und Patienten Corona-Tests grundsätzlich auch in Zahnarztpraxen beziehungsweise zahnärztlich geführte Einrichtungen möglich.

Ohne einen entsprechenden Auftrag durch die zuständigen Stellen des öffentlichen Gesundheitsdienstes und die von ihnen betriebenen Testzentren dürfen Zahnärztinnen und Zahnärzte Patientinnen und Patienten auch weiterhin nicht auf das Coronavirus testen und über die KZV abrechnen!

Sollten Sie eine Beauftragung erhalten, bitten wir Sie eine Kopie dieses Dokuments umgehend an die KZV zu übermitteln (per Fax an 0391 6293 234 oder per E-Mail an silva.hoyer-voelker@kzv-lsa.de bzw. an sandra.ambach@kzv-lsa.de).

Beachten Sie bitte auch, dass für die Durchführung Corona-PoC-Schnelltests bei Patientinnen und Patienten bestimmte Voraussetzung in der Praxis zwingend gegeben sein müssen. Entsprechende Hinweise zu Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung und Schutzausrüstung finden Sie auf der Webseite der KBV.

 

Abrechnung von Corona-Tests

Refinanziert werden nur selbst beschaffte und genutzte PoC-Antigen-Schnelltests, die zum Zeitpunkt der Bestellung online beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in der Liste der erstattungsfähigen Antigen-Schnelltests aufgeführt sind.

Die Beantragung der Refinanzierung von Corona-Tests können Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzte direkt über ein Online-Formular vornehmen.

Online-Formular zur Abrechnung von Sachkosten/Leistungen gemäß TestV

 

 

Hinweise zur Umsetzung der Coronavirus-Testverordnung

Coronavirus-Testverordung vom 08.03.2021

KZBV: Informationen zur TestV für Zahnärztinnen und Zahnärzte

KZBV: Schaubild zur Testung von asymptomatischen und symptomatischen Personen

BZÄK: Informationen zur TestV für Zahnärztinnen und Zahnärze

Meldung an Zulassungsstelle bei Quarantäne oder notwendiger Praxisschließung

Sollten Sie aufgrund einer Quarantäne oder anderer Umstände Ihre Praxis vorübergehend schließen müssen, bitten wir Sie um eine kurzfristige, formlose Meldung an die Zulassungsstelle (0391 6293-272) der KZV.

Finanzielle Unterstützungsleistungen für Zahnärzte

Im Rahmen der Bund-Länder-Beschlüsse vom 28. Oktober 2020 wurden vom Bund weitere außerordentliche Wirtschaftshilfen gewährt sowie bestehende Hilfsmaßnahmen mit veränderten Konditionen verlängert oder angepasst. Für Zahnarztpraxen ergeben sich daraus aktuell folgende Möglichkeiten, Unterstützungsleistungen in Anspruch zu nehmen.

 

Überbrückungshilfe

Zur Sicherung der Existenz von kleinen und mittleren Unternehmen, Soloselbstständigen und Freiberuflern, die besonders unter coronabedingten Umsatzausfällen leiden, werden Zuschüsse zu den betrieblichen Fixkosten geleistet, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Antragsberechtigt sind auch selbstständige Angehörige der freien Berufe im Haupterwerb, sodass grundsätzlich auch Zahnärztinnen und Zahnärzte antragsberechtigt sind.

Seit Februar 2021 kann die so genannte Überbrückungshilfe III des Bundes beantragt werden. Die Förderung können auch Freiberufler beantragen, die zwischen November 2020 und Juni 2021 coronabedingte Umsatzeinbrüche von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat erlitten haben. Die Antragsfrist läuft bis zum 31. August 2021.

Der Antrag auf Überbrückungshilfe ist zwingend durch einen prüfenden Dritten  (z. B. Steuerberatung) im Namen des Antragsstellenden digitaleinzureichen.

Überbrückungshilfe III: Weitere Informationen zur Förderung und Beantragung

 

KfW-Schnellkredit 2020

Freiberufler, die coronabedingt in eine finanzielle Schieflage geraten sind, können – befristet bis zum 30. Juni 2021 – einen Schnellkredit der KfW erhalten. Auch Zahnärztinnen und Zahnärzte gehören zu den Antragsberechtigten. Für die Kreditbeantragung wenden Sie sich bitte an Ihre Hausbank, die die KfW-Schnellkredite durchleitet.

Weitere Informationen zum KfW-Schnellkredit 2020

Empfehlungen zum Umgang mit Patienten

Die Erkältungszeit beginnt und damit auch die Unsicherheit im Umgang mit Personen mit Krankheitssymptomen. Oft ist es schwierig zu unterscheiden, ob jemand nur eine Erkältung hat oder der begründete Verdacht einer COVID-19-Erkrankung besteht.

Um einer Weiterverbreitung des Virus entgegen zu wirken, sollten alle Patienten durch geeignete Maßnahmen (z.B. Homepage, Aushänge an und in der Praxis) informiert werden, dass sie sich bei Atemwegsinfektionen, die im Zusammenhang mit einem Aufenthalt in Risikogebieten oder Kontakt mit SARS-CoV-2-Infizierten stehen, zuerst telefonisch mit der Praxis in Verbindung setzen.

Es empfiehlt sich ebenso, die Patienten bereits vor dem Betreten der Praxis um ihre Mithilfe zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus zu bitten. Dafür können Sie folgendes Hinweisplakat nutzen:

Hinweisplakat für Patienten am Praxiseingang

 

Umgang mit Patienten, bei denen ein Infektionsverdacht besteht

Neben den Standard-Hygienemaßnahmen empfehlen wir folgenden Umgang mit Patienten, die unter dem Verdacht einer Erkrankung mit Covid 19 stehen, weil

  • sie Kontakt zu Erkrankten hatten
  • aus einem Hochrisikogebiet zurückgekehrt sind oder
  • typische Symptome (Husten, Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Atembeschwerden und Luftnot, Müdigkeit, Appetitlosigkeit)

aufweisen:

Behandlungsoptionen (Infografik)

Die Behandlung von Patienten, die bereits Symptome einer akuten respiratorischen Erkrankung der unteren Atemwege (Husten, Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Atembeschwerden und Luftnot, Müdigkeit, Appetitlosigkeit) zeigen, sollte auf die Zeit nach Ende der Erkrankung verschoben werden, sofern es sich nicht um Notfälle handelt.

Diese Patienten sind zur Sicherung der Diagnose an den Hausarzt bzw. den kassenärztlichen Notdienst unter Tel. 116117 zu verweisen.

Wenn sich eine Patientin oder ein Patient nach einer Behandlung (<14 Tage) mit einem positiven Testergebnis bei Ihnen meldet, kontaktieren Sie bitte Ihr zuständiges Gesundheitsamt. Das Gesundheitsamt hat dann über die notwendigen Schritte und ggfs. über eine Praxisschließung zu entscheiden. Eine Liste finden Sie unter:

Gesundheitsämter in Sachsen-Anhalt

Risikomanagement bei Notfallbehandlungen

Bei Notfallbehandlungen beachten Sie bitte:

  • Räumliche oder organisatorische Trennung der an COVID 19 erkrankten Patienten von den Patienten der Normalsprechstunde
  • Persönliche Schutzausrüstung für das Personal (Schutzbrille mit Seitenschutz; Atemschutzmaske FFP2/FFP3; unsterile Handschuhe; langärmliger Schutzkittel; das Tragen einer Kopfhaube kann den Schutz erhöhen; für Reinigungsarbeiten Schutzhandschuhe nach DIN EN 374 mit längeren Stulpen)
  • Patienten nach Betreten der Praxis für die Wartezeit Mund-Nasen-Schutz aushändigen und zum Tragen anhalten.
  • Patienten anhalten, vor Verlassen des Sprechzimmers die Hände zu desinfizieren.
  • Schutzkleidung nach Beendigung der Behandlung kontaminationsfrei ablegen.

Hier finden Sie weitere Informationen des Bundesärztekammer:

Prävention von Infektionsübertragungen - Positionspapier der Bundeszahnärztekammer

Hinweise der Bundeszahnärztekammer zum Risikomanagement in Zahnarztpraxen

Empfehlung des IDZ zur Standardvorgehensweise für Zahnarztpraxen zur Behandlung von SARS-CoV-2-Patienten:

Standardvorgehensweise zur Behandlung von SARS-CoV-2-Patienten

Zahnmedizinische Behandlungszentren für Notfallbehandlungen von corona-infizierten Patienten und Personen in Quarantäne

Die zahnmedizinische Notfallbehandlung von Personen in Quarantäne oder mit bestätigter SARS-CoV-2-Infektion erfolgt in speziell ausgestatteten Kliniken und Schwerpunktpraxen. Um Ihnen den Entscheidungs- und Überweisungsprozess weitestgehend zu vereinfachen, stellen wir Ihnen ein Ablaufschema zur Verfügung.

Optionen für den Umgang mit medizinischem Personal in Situationen mit relevantem Personalmangel im Rahmen der COVID-19 Pandemie

Die folgenden Handlungsoptionen sollen nur in Situationen zur Anwendung kommen, in denen ein relevanter Personalmangel (adäquate Versorgung der Patienten nicht gewährleistet) vorliegt und andere Maßnahmen zur Sicherstellung einer angemessenen Personalbesetzung ausgeschöpft sind.

Aktuelle RKI-Empfehlungen:

Optionen für den Umgang mit medizinischem Personal in Situationen mit relevantem Personalmangel im Rahmen der COVID-19 Pandemie

Sonderregelungen für die Verordnung von Heilmitteln und Krankentransportleistungen

Aufgrund des bundesweit steigenden Infektionsgeschehens hat der G-BA mit Wirkung zum November zeitlich befristete bundesweite Sonderregelungen zur Verordnung von Heilmitteln und Krankentransportleistungen aktiviert.

Für den vertragszahnärztlichen Bereich gelten damit weiterhin folgende befristete Regelungen (verlängert mit Beschluss vom 18.03.2021):

  • Zahnärztinnen und Zahnärzte können Folgeverordnungen und Verordnungen außerhalb des Regelfalls auch nach telefonischer Anamnese ausstellen (bis 30. September 2021 verlängert).
  • Verordnungen behalten ihre Gültigkeit, auch wenn die Behandlung länger als 14 Kalendertage unterbrochen wird (bis 30. September 2021 verlängert).
  • Sprech-, Sprach- und Schlucktherapie können unter datenschutzkonformer Anwendung und mit Einwilligung des Patienten auch als Videobehandlung erbracht werden (bis 30. September 2021 verlängert).
  • Krankentransportfahrten von an COVID-19-erkrankten Personen sowie und Personen unter behördlich angeordneter Quarantäne zu nicht aufschiebbaren zwingend notwendigen ambulanten vertragszahnärztlichen Behandlungen bedürfen vorübergehend keiner vorherigen Genehmigung durch die Krankenkasse (gilt solange der Deutsche Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite festgestellt hat; derzeit bis zum 30. Juni 2021). Verordnungen für Krankentransporte und Krankenfahrten können auch nach vorheriger telefonischer Anamnese ausgestellt werden (bis 30. September 2021 verlängert).

 

Aktuelle Übersicht des G-BA:

Befristete Sonderregelungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie

Musterdokumente zum Download

Bescheinigung über das Vorliegen eines negativen PoC-Antigen-Tests (Schnelltest) für Beschäftigte

Zahnärzte sind gemäß geltender Coronavirus-Testverordnung ermächtigt, bei in der Praxis tätigen Personen PoC-Antigentests (Schnelltests) durchzuführen. Ein Muster für eine Bestätigung des negativen Testergebnisses steht Ihnen hier zur Verfügung. Achtung: Ein positives Testergebnis muss durch einen PCR-Test unter ärztlicher Aufsicht bestätigt werden!

 

Nachweis des Anspruchs auf COVID-19-Schutzimpfung

Priorisierte Gruppen haben als Nachweis für ihre Anspruchsberechtigung zu ihrem Impftermin gemäß § 6 Abs. 4 Nr. 2 CoronaImpfV eine Bestätigung ihres Arbeitgebers vorzuweisen. Zum Nachweis der Tätigkeit als Zahnmediziner:in dient der Zahnarztausweis. Eine Muster-Bescheinung für das Praxispersonal steht Ihnen hier zur Verfügung:

 

Berechtigungsschein zum Zwecke der Berufsausübung

Für den Fall, dass die politischen Verantwortlichen Einschränkungen des Bewegungsradius oder Ausgangssperren aussprechen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, werden die Praxismitarbeiterinnen und -mitarbeiter unter Umständen einen Berechtigungsschein zum Zwecke der Berufsausübung benötigen. Wir haben vorsorglich ein Muster für die Praxen erstellt.

 

Nachweis für den Bedarf von Notbetreuung in Kitas/Schulen

Mit Inkrafttreten des Vierten Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite zum 23. April 2021 gilt die so genannte Notbremse, die auch Auswirkungen auf den Betrieb von Schulen und Kitas hat. Überschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinander folgenden Kalendertagen die 7-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 165, so wird ab dem übernächsten Tag der (eingeschränkte) Regelbetrieb in Kindertageseinrichtungen und Schulen untersagt. Eine Notbetreuung wird eingerichtet.

Laut Information des sachsen-anhaltischen Sozialministeriums soll betreffs Notbetreuung äquivalent zu Mai 2020 verfahren werden. Das bedeutet, dass unter anderem in folgenden Fällen Notbetreuung in Anspruch genommen werden kann:

  • betreuungsbedürftige Kinder, die das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder behindert und auf Hilfe angewiesen sind, wenn ein Erziehungsberechtigter zur Gruppe der im Bereich der kritischen Infrastruktur tätigen, unentbehrlichen Schlüsselpersonen gehört; diese Betreuung soll erfolgen, sofern eine private Betreuung insbesondere durch Familienangehörige oder die Ermöglichung flexibler Arbeitszeiten und Arbeitsgestaltung (z. B. Homeoffice) nicht gewährleistet werden kann.

Die Kritische Infrastruktur inkludiert Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie Praxispersonal.

Zum Nachweis der Notwendigkeit einer Notbetreuung ist eine schriftliche Bestätigung des Arbeitgebers (bzw. bei Selbstständigen durch Eigenauskunft) erforderlich. Eine Vorlage steht Ihnen hier als Download zur Verfügung:

 

Ablaufschema zur Überweisung in Schwerpunktpraxen und Notfallkliniken

Die zahnmedizinische Notfallbehandlung von Personen in Quarantäne oder mit bestätigter SARS-CoV-2-Infektion erfolgt in speziell ausgestatteten Kliniken und Schwerpunktpraxen. Es wurde vereinbart, dass die Notfallbehandlung von infizierten oder unter Quarantäne stehenden Patientinnen und Patienten in den Schwerpunktpraxen und den Kliniken ausschließlich durch Vermittlung der Hauszahnärztin oder des Hauszahnarztes erfolgt, da die entsprechende Einzelfallentscheidung eine genaue Kenntnis des Patienten und der Behandlungssituation voraussetzt. Die Information, welche Klinik oder Schwerpunktpraxis die zahnärztliche Notfallbehandlung übernehmen kann, erhalten Sie durch den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Tel. 116117). Um Ihnen den Entscheidungs- und Überweisungsprozess weitestgehend zu vereinfachen, stellen wir Ihnen ein Ablaufschema zur Verfügung.

Informationen zu Fragen des Arbeitsrechts und des Arbeitsschutzes

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für ärztliche und zahnärztliche Praxen

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat im Februar 2021 den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für ärztliche und zahnärztliche Praxen sowie für medizinische Versorgungszentren veröffentlicht. Er basiert auf der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung sowie der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel und dem SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Der Branchenstandard dient als Richtschnur zur Auslegung des Arbeitsschutzgesetze und bietet Hilfestellung für Einrichtungen u. a. der Zahnmedizin bei der Erfüllung ihrer Pflichten zum Schutz der Beschäftigten vor einer Infektion mit dem Coronavirus. Zugleich orientiert sich die Beratung und Überwachung der BGW an diesem Standard.

Der Branchenstandard sowie weitere Informationen der BGW stehen Ihnen hier zum Download zur Verfügung:

 

Arbeitsrechtliche Gesichtspunkte im Umgang mit dem Coronavirus

Die BZÄK hat ein Informationsblatt zu arbeitsrechtlichen Themen (u. a. Fürsorgepflicht, Auftreten eines Krankdheits- und/oder Verdachtsfalls) zusammengestellt. Dieses steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung:

 

Verdienstausfall

Wer aus infektionssschutzrechtlichen Gründen durch das Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt wird und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, kann mitunter eine Entschädigung beantragen.

Weitere Informationsquellen

Aktuelle Risikobewertung des RKI

Fallzahlen in Deutschland sind auf dem RKI Dashboard online unter https://corona.rki.de bis auf Landkreisebene abrufbar.

Corona-Warn-App

Informationen zur Corona-Warn-App in verschiedenen Sprachen sowie die Download-Links finden Sie auf der Themenseite der Bundesregierung unter www.corona-warn-app.de

Weitere Informationsquellen

Nutzen Sie auch folgende Informationsplattformen, um sich über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten:

Informationen zum Corona-Virus aus den Kreisfreien Städten und den Landkreisen Sachsen-Anhalts:

Rundschreiben und Rundmails

Die Rundschreiben und Rundmails, mit den Empfehlungen zum Umgang mit dem Coronavirus, finden Sie hier (im geschützten Mitgliederbereich).